Der Schulweg ist der kürzeste Weg aus der Armut

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Ein besonderes Ereignis war im Jahr 2017 der Tod von OStD a.D. Alois Nilles am 26. April 2017. Er war nicht nur Gründer, sondern auch über 25 Jahre lang Vorsitzender der Stiftung „Wir für Kinder in Not“. Die Not vieler Kinder in aller Welt veranlasste Herrn Nilles, im Jahre 1987 mit einer kleinen Erbschaft einen Verein mit dem Namen „Wir für Kinder in Not“ zu gründen. Um nachhaltig helfen zu können, wurde der Verein im Jahr 1992 in eine Stiftung umgewandelt. Die Empfänger der Zuwendungen konnten sich immer darauf verlassen, dass Herr Nilles ein offenes Ohr für die Not der Kinder in der Nähe und weltweit hatte. Er hat die Geschicke der Stiftung sicher geführt und immer wieder neue Ideen eingebracht. Stets war er darum bemüht, das Vermögen der Stif-tung zu vergrößern, damit möglichst vielen Kindern geholfen werden konnte. Durch Veranstaltungen versuchte er, die Stiftung in Mainz und Umgebung, aber auch deutschlandweit, bekannt zu machen. Für dieses übergro-ße Engagement und sein weites Herz für Kinder in Not in aller Welt kann Herrn Nilles nicht genug und von Herzen gedankt werden, auch im Namen der Empfänger.
Über seinen Tod hinaus ließ er die Stiftung mit einem hohen Betrag an Kondolenzspenden bedenken. Durch diese Spenden konnte das Kapital der Stiftung die Marke von 1 Million Euro übersteigen.

Die Stiftung unterstützte 2017 mit ihren Erträgen Not leidende Kinder und Jugendliche aus 15 Projekten in 11 Ländern Osteuropas, Asiens, Afrikas und Mittelamerikas. Zu den Projektträgern hat die Stiftung immer per-sönlichen Kontakt, um die sachgerechte und nachhaltige Verwendung der finanziellen Zuwendungen zu garan-tieren. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier überprüft jedes Jahr unsere Arbeit und hat sie bis-her immer ohne Einwände zur Kenntnis genommen. Als Zeichen des Vertrauens erhält die Stiftung seit 1994 jedes Jahr das Spenden-Siegel des Zentralinstituts für soziale Fragen in Berlin (DZI).

Um den Zweck der Stiftung verfolgen zu können, hilft uns ein fester Stamm an Zustifterinnen und Zustiftern mit regelmäßigen Beiträgen. Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Reihe von Menschen, die auf Geburts-tagsgeschenke verzichtet haben und der Stiftung so größere Summen zukommen ließen. Die Arbeit der Stif-tung hat am Jahresende zu vielen Spenden von Firmen und Einzelpersonen geführt. Aus dem Jubiläumsfonds der Pax Bank bekamen wir zur Förderung eines Straßenkinderprojekts in Ecuador eine größere Spende. Die Kunstausstellung , die die Mainzer Volksbank von November 2016 bis Januar 2017 in ihren Räumen der Fach-schaft Bildende Kunst des Theresianum ermöglichte, war mit einer größeren Spende der Bank verbunden, und außerdem erwarb die Bank ein großes Kunstwerk aus der Ausstellung.

Kleinere Beträge kamen bei Osterbasar, Sommerfest und Adventsbasar im Theresianum zusammen. Die Prä-senz bei diesen Veranstaltungen ist eine wichtige Werbemaßnahme für unsere humanitäre Stiftung in der Schulgemeinschaft. In jedem Monat finden in der Schule Kuchenaktionen – vor allem der Klassen 5 und 6 – für ein Projekt der Stiftung statt, wodurch die Stiftung mit dieser wichtigen Hilfe auch schon bei den jüngsten Schülerinnen und Schülern und ihren Familien bekannt wird. Diesen Schülerinnen und Schülern mit ihren Fami-lien sind wir sehr dankbar für ihren Einsatz.

Auch die Zahlen gehören in den Jahresbericht. Wir haben das Jahr 2016 abgeschlossen mit einem Vermögen von 1.018.630,95 €, einem Kapital von 977.885,86 € und sich daraus ergebenden Erträgen von 17.860,08 €. Im Jahr 2017 sahen die Ergebnisse wie folgt aus: Kapitalzuwachs: 49.884,30 €, Erträge: 15.759,61 €. Die ein-zelnen Projekte 2017 werden in Wort und Bild dokumentiert im Kalender 2018.

Die Gremien der Stiftung, Vorstand und Beirat, treffen sich alle zwei Monate, um die Geschäfte der Stiftung wahrzunehmen. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr war die Überarbeitung und Ergänzung der Satzung der Stif-tung, die notwendig geworden war. Inzwischen ist sie vom Finanzamt und der ADD genehmigt worden.

Zum Schluss bleibt mir ein herzliches Dankeschön zu sagen an alle Unterstützerinnen und Unterstützer der Stiftung „Wir für Kinder in Not“. Wir freuen uns, wenn Sie der Stiftung weiterhin treu bleiben und mithelfen, dass wir Kindern und Jugendlichen in Not weltweit weiterhin nachhaltig helfen können. Die fallenden Zinsen und die vielen neuen Gebühren der Banken machen es immer schwerer, den Stiftungszweck zu erfüllen, Kin-dern und Jugendlichen in Not uneingeschränkt mit unseren Mittel zu helfen, ein wenig Not zu lindern und eine Perspektive für die Zukunft zu eröffnen, denn „Der Schulweg ist der kürzeste Weg aus der Armut…“

Susanne Heinrigs, Vorstandsvorsitzende