Reise in den Dschungel

Kurz nach unserem Trip nach Goa und Pune, haben wir schon wieder unsere Rucksaecke gepackt um die Missionarsstationen der Johannesschwestern in Kopreli und Gommini zu besuchen, wo auch das meiste Geld der Stiftung hinfliesst. Nach einem schoenen Musik- und Schauspielprogramm der Agragami Convent School in Mhasala, wo Franziska jetzt im Kindergarten arbeitet, haben wir uns mit Sr. Latika und Sr. Veenita auf den Weg gemacht. Nach ungefaehr 3 Stunden Fahrt, haben wir in einem Kloster, wo auch der Bischof der Region wohnt, zum Mittagessen eine Pause gemacht. Es ist einfach immer wieder schoen zu sehen, wie willkommen man in jedem Kloster hier ist. Danach sind wir 2 Stunden weiter gefahren und haben diesmal in einem Priesterhaus zum „Tea“ gehalten. Ein paar „Fathers“ waren schon in Deutschland und haben sich mit uns auf Deutsch unterhalten koennen. 🙂Bei der Weiterfahrt ist uns aufgefallen, dass die Landschaft sich veraendert hatte: Ganz viele Baeume und Wasserlaeufe  waren auf der neuen Strecke zu sehen. Immermal wieder kam ein kleines Dorf oder eine kleine Stadt bis wir dann letzendlich in Gommini ankamen. Gleich kamen ganz viele Kinder zu unserem Jeep gerannt um uns zu begruessen. Alle diese Kinder kommen aus armen Familien der Doerfer in dieser Gegend. Im Boardinghouse der Schwestern bekommen sie die Moeglichkeit jeden Tag zur Schule gehen zu koennen, einen trockenen Schlafplatz und genug zu Essen zu haben. Es war wirklich toll in so viele strahlende Gesichter zu schauen. Insgesamt ungefaehr 120 Kinder leben und arbeiten dort. Da sich das Haus vorwiegend selbst mit Reis, Gemuese, Eiern und Milch versorgt, muss jedes Kind auch ein bisschen auf dem Feld ,eine Stunde pro Tag, helfen. Auch eine tolle Erfahrung dort war der Gottesdienst mit den ganzen Kindern!
Am naechsten Tag, sind Katja und ich ein bisschen durch das sehr kleine Dorf gelaufen und hatten gleich einen Schwarm kleiner Dorfkinder hinter uns. Die Einheimischen haben uns alle freundlich angelaechelt und manche haben versucht mit uns auf ihrer Sprache zu reden, aber leider konnten wir nur mit Haenden und Fuessen versuchen zu erklaeren, was wir hier machen 🙂
Nachmittags sind wir dann nach Kopreli gefahren. Da in der Naehe der Station ein kleines Dorf ist, in welchem die Einheimischen Frauen ganz tolle Kleider tragen, haben uns die Schwestern mit dorthin genommen. Die Nacht ueber hatte es das erste Mal seit langem wieder geregnet, weshalb sehr viele der Frauen noch auf dem Feld arbeitet waren und wir ausser zwei alten Damen niemanden in dem besonderen Dress sehen konnten, hat sich die Enkeltochter der einen Dame extra fuer uns das Hochzeitskleid und den Schmuck ihrer Schwester angezogen. Auf einmal kamen die einheimischen Frauen auf die Idee uns die Kleider anzuziehen und gleich standen mehrere um uns und haben erst Franziska und dann Katja die Haare mit dem Schmuck geflochten und die Armringe, so wie die Kleider und Tuecher angezogen. Es wurden immer mehr „Zuschauer“ und sie haben sich richtig doll gefreut, als wir auch ein bisschen mit ihnen getanzt haben. Es war einfach eine unheimlich tolle Erfahrung, wie liebevoll wir wieder behandelt wurden und wie viel Spass wir einfach an diesem Abend hatten.
Am naechsten Morgen haben wir dann von den insgesamt 140 Kindern in Kopreli ein Lied nach der Messe gesungen  und Blumen ueberreicht bekommen.
Es war ein ganz ganz toller Ausflug, der uns beiden bestimmt noch sehr sehr lange in Erinnerung bleiben wird!

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