Pune und Goa

Dank gluecklichen Zufaellen haben wir die Chance bekommen nach Pune zu Merle und Clara und dann zusammen mit den beiden und einer Schwester nach Goa zu fahren. Um nach Pune zu kommen mussten wir ersteinmal mit einem Nachtzug 14 Stunden durch halb Indien reisen 🙂 Es war schon aufregend, weil die Zugfahrten hier komplett anders sind als in Deutschland – vor allem hat man mehr Platz zum Sitzen ;). Als wir dann etwas uebermuedet in Pune ankamen, haben wir gleich beim Aussteigen realisiert, dass wir hier nicht mehr im „provinziellen“ Wardha sind, sondern in einer Millionenstadt. Armut und Reichtum scheinen hier noch viel extremer zu sein. Der Bahnhof ist ueberfuellt, ueberall liegen Menschen auf dem Boden, kleine Bettelkinder laufen einem hinterher, Polizisten stehen ueberall mit ihren Maschinengewehren… so viele Eindruecke auf einmal! Der Strassenverkehr scheint hier mehr geregelt zu sein und wir haben groessten respekt vor den Polizisten die in der Mitte einer Kreuzung den 2-3-spurigen Verkehr versuchen zu regeln 🙂 Im Altersheim, in welchem Merle und Clara arbeiten, wurden wir ganz herzlich empfangen. Dann mussten wir aber auch schon wieder alle Sachen zusammenpacken, da unser Zug nach Goa am gleichen Tag noch ging. Wir sind diesmal 2. Klasse gefahren, was noch viel spannender war und vor allem ohne „Aircondition“, sondern mit offenen Fenstern viel angenehmer. In Goa angekommen, wurden wir von einer sehr herzlichen Frau mit Tee und Weissbrot begruesst. Sie hatte fuer den ersten Tag einen Fahrer gemietet gehabt, der uns dann durch Goa gefahren hat. Wir haben schoene Kirchen, die einen an Spanien oder Portugal erinnern, gesehen, sowie ein Franziskanerconvent besucht und ein sehr altes, wunderschoenes Klostergebaeude der Jesuiten. Den naechsten Tag sind wir dann mit den „Inselbussen“ nach „Old Goa“ gefahren, wo wir die Kirche des Landesheiligen St. Francis Xavier, sowie weitere Kirchen besichtigt haben. Mittags waren wir dann in der Hauptstadt Panjim ein bisschen „shoppen“. Jeden Abend sind wir in die Kirche des Dorfes, wo wir gewohnt haben. die Gottesdienste sind unseren in Deutschland sehr aehnlich gewesen. Sonntags waren wir in der Messe, dann hatten wir „bible class“ bei unserer „Gastmutter“ und nachmittags sind wir dann in „worship and prayer“ gegangen – etwas ganz neues fuer uns! Alle klatschen und singen „Halleluja“ und „Jesus Christ“ und zwischendurch werden immer wieder Lieder angestimmt und gepredigt.Am letzten Tag hatten wir das Glueck, dass nach vier Regentagen die Sonne schien und wir eine Stunde einen wunderschoenen Strand in Goa geniessen konnten.
Zurueck in Pune, wurden wir im Konvent willkommen geheissen, in welchen alle jungen Maedchen sind, die auf dem Weg sind Schwester zu werden. Den ganzen Tag haben wir dann eine Bustour durch Pune gemacht, was unheimlich interessant war, weil man einfach alle Seiten von Pune kennenlernen konnte und wir sogar in einem sehr grossen Hindutempel waren. Am folgenden Tag waren wir dann wieder im Altersheim und haben ein bisschen mit den Bewohnern geredet, die sich fast alle super mit uns in Englisch unterhalten koennen. Mittags sind wir dann zu einem grossen Markt in Pune und als Kontrastprogramm in eine nagelneue Mall, die selbst in Deutschland als uebertrieben bewertet werden wuerde. Aber auch das hochmoderne gehoert immer mehr zu Indien…. Das war unser letzter Tag „Urlaub“ und abends sind wir zurueck nach Wardha gefahren. Schon nach einer Woche haben wir die Schwestern hier vermisst!! 🙂

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