Indienbericht – 23. Juni 2015

Um 7 Uhr war heilige Messe und dann Frühstück, Danach fuhren wir um 10,30 Uhr in die Pfarrei der Schwestern in Wardha, deren Pfarrer wir schon bei der Haussegnung gesehen hatten. Zunächst zeigte er uns seine Kirche und das im Bau befindliche neue Pfarrhaus, denn das alte sei baufällig. Was uns sehr beeindruckte war ein schönes Basketballfeld und große Schulgebäude. Eine Schwester eines anderen Ordens, die Schulleiterin, begrüßte uns in ihrem Dienstzimmer, dessen eine Wand mit Bildschirmen ausgestattet war. Der Gemeindepfarrer ist bei diesen großen Gemeindeschulen der Verwaltungschef und hat natürlich auch ein Büro in der Schule. In der Eingangshalle zu den Unterrichtsräumen stand ein kleines Schild, dass Eltern keinen Zutritt zur Schule haben. Die nächste Überraschung erwartete uns in den Klassenräumen. Wo sonst mit bunter Kreide an der Tafel Datum und Zahl der anwesenden Schüler notiert waren, erschien das alles elektronisch auf einem Whiteboard. Alle Klassen sind damit ausgestattet. Die Tafeln werden für fünf Jahre geleast und gehen dann in den Besitz der Schule über. Eine Lehrerin hatte auf dem Whiteboard Subtraktionsaufgaben notiert und rechnete sie mit den Schülern. Kinder, die außerhalb des Klassenraumes unterwegs waren, bewegten sich mit den Händen auf dem Rücken vorwärts. Von den Fluren aus kann man immer in die Klassenräume hineinschauen, auch wenn die Türen geschlossen sind, denn es gibt immer auch Fenster. Und die Schulleiterin kann mit Hilfe der Bildschirme in alle Klassen- und Fachräume schauen. Eine Vorschule/Kindergarten war in einem eigenen Gebäude untergebracht. Die Schulen haben alle 2-3000 Schülerinnen und Schüler, meist von der Vorschule bis zur 10. Klasse.

Unser nächstes Ziel war die älteste Einrichtung der Johannesschwestern, Kloster und Kindergarten (700 Kinder) in der Jailroad. Damals war die Schule Baustelle. Jetzt war alles in gutem Zustand. Nur der Straßenlärm schallt durch das Haus, kann aber durch die Ventilatoren in jedem Raum übertönt werden. Sr. Preschita kannte ich noch von damals. Wir wurden wieder mit einem leckeren Mittagessen versorgt. Auch wenn wir nicht alles essen, so stehen wir doch immer gut gesättigt vom Tisch auf und haben bestimmt zugenommen mit drei warmen Mahlzeiten am Tag und den Snacks zwischendurch. Das Siesta-Angebot nahmen wir nicht an, sondern fuhren wieder ins Provinzhaus zurück, um uns dort auszuruhen.

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