Spannende Reise in den Sueden Indiens

Wir sind zurueck! Unsere Reise vom 10.2. bis zum 17.2. war ein einmaliges Erlebnis! Wir haben viele neue Eindruecke gesammelt und die Zeit (bis auf die abenteuerlichen Zugfahrten) sehr genossen. Da es so viel zu erzaehlen gibt, werden wir uns nur auf das Wichtigste beschraenken.

Chennai

Unsere Reise begann in Chennai (Madras). Die Fathers, die unsere Unterkunft organisiert hatten, zeigten uns mehrere Kirchen und christliche Staetten.  Angefangen bei der beruehmten St. Thomas Kathedrale, wo Reliquien des Juengers ausgestellt sind, bis hin zum St Thomas Mount mit tollem Ausblick ueber die Stadt und ein paar kleineren indischen Kirchen. Den Abend liessen wir am Marina Beach ausklingen, wo Familien einen Abendspaziergang machten und Haendler ihre Staende aufgebaut hatten. Auch der ein oder andere Wahrsager bot seine Dienste am Strand an.

Am naechsten Morgen brachen wir frueh zum 20km entfernten Mahabalipuram auf, wo wir den beruehmten Shore Temple besichtigten. Die Einzigartigkeit dieser Ruinen besteht darin, dass sie direkt auf den Klippen zum Meer liegen. Nach einem Strandspaziergang fuhren wir wieder zurueck nach Chennai, um den Kapaleeshwar Temple im Abendlicht zu sehen. Diesen fanden wir besonders beeindruckend und wunderschoen! Da dieser Tempel noch aktiv im Gebrauch ist, sahen wir viele viele Hindus, die Raeucherstaebchen anzuendeten, den Boden kuessten und Bluetengestecke als Opfergaben brachten. Waehrenddessen gingen die Tempelpriester ihren Ritualen nach. Die untergehende Sonne tauchte die Anlage in ein wunderschoenes Licht und brachte somit eine ganz besondere Atmosphaere hervor.

 

Mysore

Mit dem Sleeper Train fuhren wir nach Mysore, wo wir frueh morgens bei der Familie von Sister Victoria ankamen.

Ihre Familie nahm uns sehr herzlich auf und fuer uns war es interessant zu erfahren, wie sich das typische indische Familienleben abspielt. Wir sind sehr dankbar, dass sie bereit war, uns fuer drei Tage aufzunehmen. Am letzten Abend luden uns sogar die Nachbarn zum Tee ein, die sehr interessiert daran waren, mehr ueber die deutsche Kultur zu erfahren.

Die Highlights:

Der wunderschoen verzierte, prachtvolle Mysore Palace, in dem einst die Familie eines Maharadshas gelebt hatte. Die Details, die in die Decken und Tueren eingraviert waren, waren atemberaubend und in den riesigen Saaelen waren unzaehlige Saeulen. Leider waren drinnen keine Kameras erlaubt.

Der angeblich bunteste Markt Indiens, der Devaraja Market. Hier wurden vor Allem Obst und Gemuese, aber auch bunte Pulver verkauft. Die Mengen an Obst und Gemuese sprengten jegliche Dimensionen. Es gab sogar eine Bananenstrasse. So viele Bananen gibt es in ganz Mainz und Wiesbaden nicht! Wir haben wunderschoene bunte Bilder und Erinnerungen an diesen Markt.

Und weitere kleinere Tempel und Monumente.

 

Oouty

Unser Tagesausflug nach Outy mit Sister Victorias gesamter Familie (9-koepfig!) war eine schoene Abwechselung vom Stadtleben. Insgesamt 3 Stunden lang fuhren wir hoch in die Berge, durch Tieger Reservate, an Seen vorbei, und wir genossen die tolle Aussicht. Uns fiel auf, dass sich die Vegetation von Karnataka nach Tamil Nadu deutlich aenderte. Es wurde gruener und es gab ganz andere Baeume und Pflanzen. Vielleicht war dies aber auch nur Zufall. Besonders schoen fanden wir die Terassen der Teeplantagen. In der hill station Oouty angekommen, machten wir eine kleine Bootstour und besuchten einen botanischen Garten, in dem wir picknickten. In den Reservaten sahen wir leider keine Tieger (was uns natuerlich nicht erstaunte), dafuer aber Affen, Wildschweinfamilien, Rehe und einen Elefanten!

 

Essen

Das Essen aus dem Sueden unterscheidet sich deutlich von dem aus Maharashtra. Es wird z.B. viel mehr mit Kokos gearbeitet. Fuer uns war es eine willkommene Abwechselung und wir fanden es spannend, neue Curries zu entdecken. Besonders die Mutter von Sister Victoria konnte wunderbar kochen! Vor Allem ihr Kaffee (der typischerweise im Sueden getrunken wird) war sehr lecker.

 

Zugfahrten

Die Zugfahrten waren weniger schoen als abenteuerlich. Besonders unsere letzte Zugfahrt in der zweiten Klasse des Sleeper Trains ohne Air Conditioning war nervenaufreibend.  Die neugierigen und eindringlichen Blicke, die Bettler, die Verstuemmelten und Blinden, die Eunuchen, die durch den Zug laufenden Haendler, die Hitze, der Dreck  und die Insekten machten uns zu schaffen. Andererseits war es eine wertvolle Erfahrung. Da wir durch verschiedene Staaten fuhren, war der Ausblick und die sich veraendernde Vegetation sehr abwechselungsreich. Wir sahen Mangobaumplantagen, verschiedenste Palmenarten, Reisfelder, Baumwollfelder, Slums und Grossstaedte und die arme und reiche Bevoelkerung Indiens.

 

Fakt: In Indien gibt es keine Postkarten. Zumindest haebn wir keine Einzige gefunden, weder in Nagpur, noch in Chennai, noch in Mysore. 😀 Wir bitten um Verstaendnis, dass wir keine schreiben konnten.

 

Wir sind den Schwestern sehr dankbar, dass sie uns diese Reise ermoeglicht haben, auf der viel ueber Indien erfahren und erleben konnten!

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