Kindergarden and Nursery

In der Woche vom 19.-23.1. besuchten wir den Kindergarten der St John’s Schule, da die Grundschueler Examen schrieben. Dass es zugleich auch ein unausgesprochener Wunsch von uns war, mit den Kleinsten der Schulgemeinschaft etwas Zeit zu verbringen, wussten die Schwestern nicht. Wir freuten uns natuerlich sehr. Und wir wurden nicht entttaeuscht! Der Kindergarten, dessen Leitung Sister Shruti uebernimmt, ist in Upper (U) und Lower (L) Kindergarden (KG) eingeteilt. Die Kinder sind also zwei bis fuenf Jahre alt.

Unseren ersten Vormittag verbrachten wir, wie bereits im Eintrag „Ausfluege Ausfluege“ angesprochen, in der UKG Klasse von Sister Lavania. Die Kinder hatten eine super niedlich Uniform an und sahen uns mit strahlenden Gesichtern, einem  breitem Laecheln und gespannten Augen an. Als wir ihren Klassenraum betraten, begruessten sie uns mit einem lauten „Good morning Didi!“ (Didi heisst Schwester auf Hindi). Bis heute ist es unsere Lieblingsklasse.

Wir uebten mit den Kindern der UKG, LKG und Nursery in dieser Woche ganz einfache Action-Songs und Nursery Rhymes ein, die wir uns am Wochenende noch eingefallen waren. Mit etwas Hilfe der Lehrerinnen und einigen Handzeichen lief die Kommunikation erstaunlich gut. Sie hatten einen Heidenspass, und wir auch! Wir finden ja, je kleiner die indischen Kinder sind, umso niedlicher sind sie. Vor allem wenn sie einen mit ihren grossen braunen Augen anschauen und in ein Laecheln ausbrechen, wenn sie die Lieder zu verstehen beginnen. Wir konnten auch gar nicht mehr aufhoeren zu laecheln.

Neben „Conversation“ Einheiten, die wir mit ihnen hatten, konnten wir auch im Unterricht mancher Lehrerinnen dabei sein, und mit den schwachen Kindern gezielt Zeit verbringen. Wir holten mit ihnen Stoff nach, gaben ihnen Aufmerksamkeit und das Gefuehl, das wir fuer sie da sind, buegelten Fehler aus und erklaerten Mathe, Zahlen oder Rechtschreibungsregeln nochmal neu. Besonders zufriedenstellend war es, zu sehen, wie ein Kind ploetzlich ein Prinzip verstand, nachdem wir es ihm erklaert hatten. Da in den Kindergarten Klassen nochmals 10 Schueler mehr sitzten als in den Grundschulklassen, koennen sich die Lehrerinnen umso weniger auf schwache Kinder konzentrieren. Somit konnten wir sie, die sich sehr ueber unsere Hilfe freuten, in ihren Aufgaben entlasten. Uns machte die Arbeit sehr gluecklich und nochmal mehr Spass als in der Grundschule. Denn in der Grundschule koennen auch wir nicht auf die Schwaecheren Ruecksicht nehmen, da wir immer eine ganze Klasse uebernehmen und nicht als begleitende Hilfslehrer dienen koennen. Ohne Material und festen Stundenplan beschraenkt sich unsere Vertretung leider nunmal auf rein muendlichen Unterricht, der gar nicht so unanstrengend fuer uns wie auch fuer die Schueler ist, da wir versuchen muessen, ihre Konzentration durch abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung aufrechterhalten.

Wir hoffen im Kindergarten einige Kinder auf den Zulassungstest fuer die erste Klasse vorbereitet zu haben, sodass sie ihre Schullaufbahn auf dieser gut angesehenen Schule weiterfuehren koennen und nicht auf eine andere staatliche Schule im Dorf wechseln muessen.

Zum Abschluss durften wir mit allen ca 500 KG und Nursery Kindern in der morgendlichen Assembly am Freitag die zwei beliebtesten Lieder nochmal zusammen singen. Sister Lavania freute sich so sehr, dass sie alles auf Kamera aufnahm. Samstags ist der Kindergarten leider geschlossen und somit war unsere Zeit im KG leider schon nach fuenf Tagen beendet.

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